Was ist Regenwasserbewirtschaftung?

Stand:
Regenwasser ist ein wertvolles Gut und kann mit verschiedenen Maßnahmen rund ums Haus sinnvoll genutzt werden.
Tröpfchenbewässerung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Regenwasser kann vielfältig genutzt werden.
  • Es kann gespeichert, direkt genutzt, versickert oder verzögert abgeleitet werden.
  • Alle diese Maßnahmen dienen dem Erhalt des natürlichen Wasserkreislaufes und helfen Trinkwasser zu sparen.
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Unter Regenwasserbewirtschaftung versteht man verschiedene Konzepte und Maßnahmen, wie mit anfallendem Niederschlagswasser (Regenwasser) umgegangen werden kann. Die wichtigsten Bausteine sind u.a. Speicherung, Nutzung, Versickerung oder verzögerte Ableitung. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt möglichst nah am Anfallort des Regenwassers, um den natürlichen Wasserkreislauf (Verdunstung und Grundwasseranreicherung) zu erhalten.

In den letzten 20 Jahren hat ein Umdenken stattgefunden: während früher eine möglichst schnelle Ableitung über Kanäle im Fokus stand, sind heute die Regenwassernutzung, Rückhaltung, ortsnahe Versickerung und Verdunstung die neuen Schwerpunkte in den kommunalen Entwässerungsbetrieben. Begriffe wie Schwammstadt, bei denen die Städte Regenwasser „aufsaugen“ und möglichst lange speichern oder zurückhalten, sind die zukunftsweisenden Ansätze von Politik, Verwaltung und Gesellschaft.

Dies hat Auswirkungen für Hausbesitzer:innen, die stärker gefordert sind diese Maßnahmen auf ihren Grundstücken umzusetzen. Neben dem ökologischen Nutzen gibt es weitere Vorteile durch Kostenersparnis und Fördermöglichkeiten.

Regenwassernutzung kann einen erheblichen Beitrag dazu leisten, Trinkwasser einzusparen. Regenwasser kann überall dort eingesetzt werden, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist, z. B. für die Gartenbewässerung oder Toilettenspülung. Durch den verringerten Trinkwasserverbrauch fallen auch geringere Trinkwasser- und Abwassergebühren für Bürger:innen an.

Jeder Niederschlag, der über einen Regenwasserspeicher aufgefangen wird und nicht im Kanal landet, entlastet Kanalsystem und Kläranlage.

Damit profitieren folglich auch Kommunen mit ihren Entwässerungseinrichtungen von der privaten Regenwassernutzung. Deshalb bezuschussen sie zum Teil auch den Bau und Betrieb solcher privaten Anlagen.

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